# 02 All and a half - Heike Probst und Franz Wüstenberg
Shownotes
Heike Probst und Franz Wüstenberg treten gemeinsam als All and a half auf. Auf unsere Kaminzimmerbühne haben sie das Publikum mit Ihrer vielfältigen Musik mit melancholischen Texten begeistert. Im Podcast erzählen sie wie ihre Musik entsteht, ob sie davon leben können. Franz berichtet auch über seine Zeit bei den O´Reillys and the Paddyhats, seinen Ausstieg und das scheinbare Ende der Band, aber auch über seine neue Band Wüstenberg, mit der er in diesem Jahr auch in Wacken auftritt.
Mehr über die beiden findet Ihr hier:
https://www.wuestenberg-music.com/de
Bilder vom Konzert sind hier zu sehen:
Transkript anzeigen
00:00:16: Willkommen zum Podcast der Musik Talk
00:00:19: im
00:00:19: Kaminzimmer.
00:00:20: Seit zwei tausend siebzehn veranstalten wir Kaminzenerkonzerte und durften dabei viele tolle, interessante und liebe Menschen kennenlernen.
00:00:30: Wir fanden es viel zu schade diese persönlichen Gespräche im Backstage versickern zu lassen
00:00:36: und versuchen nun diese in diesem
00:00:38: Podcast einzufangen.
00:00:40: aber
00:00:41: wir beschränken uns nicht nur auf die Künstler sondern sprechen auch mit den Menschen, die diese Konzerte und Musik erst ermöglichen.
00:00:54: Heike & Franz sind
00:00:55: nicht
00:00:55: nur auf der Bühne ein Paar – wie sie ihre unterschiedlichen Projekte unter einen Hut
00:01:00: bekommen!
00:01:01: Wie wichtig ihr gemeinsames Projekt All in a
00:01:03: Haft aber
00:01:04: ist!
00:01:05: Ruhme intime Konzerte mindestens einen ebenso großen Reiz haben, wie Festivals vor Zehntausend Zuschauen….
00:01:13: Und
00:01:14: wohin die weitere Reise gehen soll, erzählen Sie nun Ja, wir sind heute im Podcast und ich habe heute mal ganz andere Gäste zu Gast.
00:01:28: Dann die Heike Probst und den Franz Wüstenberg, die bei uns als All-Ender-Half...
00:01:34: Sehr gut!
00:01:35: Heute
00:01:35: Abend ein Konzert spielen.
00:01:37: Stellt euch doch mal vor!
00:01:38: Das fangen wir mit der Dame an.
00:01:41: Man kann ja alles in so eine Vorstellung bringen, ne?
00:01:43: Hallo ich bin Heike!
00:01:46: Ja wie alt bin ich denn?
00:01:47: Ich bin sieben, dreißig, bald achtundreißig... ...ich bin in dieser wunderbaren Band mit Franz und... Was willst du wissen?
00:01:55: also...?
00:01:56: Wie bist du zu Musik
00:01:56: gekommen?!
00:01:57: Musik.
00:01:58: mit sechs Jahren habe ich das erste Mal Musik gemacht, genau.
00:02:01: Mein Papa hat mich gefragt als in der lokalen Schule bei uns auf dem Dorf in Sachsen-Anhalt eine, genau eine Musikschule war ob ich nicht Lust hätte mitzumachen.
00:02:09: und dann hab' ich mit Melodika angefangen und mit sieben habe ich dann so einen riesigen Schrank namens Akkordeon auf den Schoß bekommen und das war mein erstes Instrument Wurde irgendwann ein bisschen ungeil, so mit zwölf glaube ich.
00:02:21: Kannst dir denken wann?
00:02:24: und dann kam irgendwann die Gitarre Die erste Band wie es immer so ist irgendwie genau
00:02:30: Franz.
00:02:31: Du musst auch noch dazu sagen, dass du im Akkordeonorchester wirklich gespielt hast mit zwölf Akkordions.
00:02:37: Das musst du dem akkordieren?
00:02:38: Ja, zwölfe Akkorderone!
00:02:39: Ich weiß gar nicht was der Plural ist weil kein Mensch möchte mehr als ein.
00:02:45: Aber es hat uns sehr viel gebracht das du musikalisch so vorgebildet warst.
00:02:52: Ja ich bin Franz.
00:02:55: Seit wann mache ich Musik?
00:02:56: Ich habe gestern noch zu einem Freund gesagt sehr schnell ein Nebel in der Vergangenheit habe und man diese Kindheit immer noch mal wieder durchgeben muss, weil ich verwechsel immer ob ich jetzt acht oder fünfzehn war manchmal.
00:03:10: Und ich hab mich damals gar nicht... das habe ich ihm auch gesagt, damals kann ich als Musiker gesehen und hab dann da eher so eine Reise hingelegt.
00:03:18: Ich hab mir Schlagzeug angefangen und ja, dann kamen andere Instrumente dazu.
00:03:22: Schlagzug ist irgendwie so ein einsames Instrument wenn man keine Band hat.
00:03:25: Dann ist es wirklich ein bisschen.
00:03:28: Ja, dann ist es wirklich ein bisschen einsam.
00:03:30: Macht trotzdem Spaß!
00:03:31: Aber wenn man eine Band hat, ist schon viel schöner.
00:03:32: und dann hatte ich irgendwann mal einen Bands und dann habe ich ja festgestellt Trotzdem ist die Gitarre irgendwie universeller Und dann kam immer eine Gitarra dazu noch ein paar andere Instrumente Dann ist so eines zum anderen gekommen.
00:03:47: und jetzt darf Ich mit erschreckend feststellen das ist immer schon so irgendwas immer schon So zwanzig Jahre her ist.
00:03:56: Also du hast auch in einer Band mit Schlagzeug angefangen oder?
00:03:58: Ja,
00:03:59: ich hab tatsächlich ... kennst du das noch?
00:04:01: in diesen Drum & Bugle Corpsies.
00:04:03: Das sind die Marching-Bands wie das in Amerika ist.
00:04:06: Wenn dann irgendwie ein Footballspiel ist und da kommen vorher diese, weiß nicht, sechzig Leute mit Bläsern mit diesem Art Schlagzeug was sozusagen verteilt ist auf verschiedene Wände ne Die Bassdrums so vor der Brust Dann die Snares vor der brust Und in sowas habe ich angefangen mit zwölf.
00:04:22: Meine Stief-Oma hat gesagt, schick doch den Jungen mal dahin.
00:04:25: Und das war total toll!
00:04:26: Das war wie eine große Klassenfahrt aber mit Erwachsenen.
00:04:30: also wir waren die jüngsten mit zwölf und die Erwachsene waren halt auch da und die haben uns halt mitgezogen und wir sind an Holland gefahren, haben da ich glaube zu Hochzeiten mit sechzig Menschen auf diesen Sportplätzen musiziert und das waren so die ersten Berührungspunkte.
00:04:47: Das hat schon Bock gemacht und dann kam Benz dazu... Ich hatte mal einen Horror-Scar
00:04:51: Bands,
00:04:52: Horst and the Heartbreakers.
00:04:55: Das hat total Spaß gemacht.
00:04:56: in der Big Band habe ich mal gespielt obwohl jetzt Jazz nicht so meins ist.
00:05:00: aber das hat schon Bock gemacht.
00:05:02: und ja ich bin da in einer Kleinstadt groß geworden und da kennt man viele und dann wird man immer wieder ein musikalischem Kontext verwickelt
00:05:14: Seid ihr denn Profimusiker oder müsst ihr noch andere Jobs machen?
00:05:19: Die Frage ist, was ist Profimusiker?
00:05:22: Wenn Profi-Musiker heißt damit den alleinigen Unterhalt zu verdienen dann nein.
00:05:31: viel mehr Leidenschaft.
00:05:32: und wie soll ich sagen, Zeitaufwand in einen Projekt zu stecken als es irgendwie Sinn macht sozusagen.
00:05:40: An vielen Stellen müsste man eigentlich andere Abbiegungen wählen weil das wirklich ja viele Leidenschaft erfordert.
00:05:48: dann würde ich sagen Ja!
00:05:50: Was macht ihr sonst noch?
00:05:52: Dann neben der Musik
00:05:54: Ich bin noch Rednerin für Hochzeiten, Trauerfeiern, Kinder Willkommensweste und ich bilde Redner aus Deutschland, Österreich, Schweiz.
00:06:02: Also auch ein Kreativbereich aber weniger kreativ als man denkt muss ich sagen.
00:06:07: Aber eine schöne Ergänzung.
00:06:09: Dann muss man sich ja schon auch vorher entsprechend damit beschäftigen wahrscheinlich was das für Menschen sind was man da erzählen kann.
00:06:14: also stelle ich mir schon umfangreich vor
00:06:17: Also es hat tatsächlich viele Parallelen zum Songwriting irgendwie dann doch, also das ist ganz spannend.
00:06:21: Und man steht halt auch vorne und darf Menschen mitnehmen so.
00:06:25: Ja muss man auch können ne?
00:06:30: Ich mache immer eine heilige Dreifaltigkeit aus der Musik, aus Fotografie und Film und habe jetzt aber auch seit ein paar Jahren mit Schauspiel angefangen und genießt das total und hab' auch das Glück durch die richtigen Menschen im Früher im Mai, im Schwarzwald eine Aufführung im Theater spielen zu dürfen.
00:06:52: Das ist total
00:06:53: schön und ich glaube den Weg gehe ich auch ein bisschen weiter weil das einfach ne... Befreiende Tätigkeit ist ein toller Kontrast zur Musik.
00:07:01: Und Film und Fotografie ist ein sehr dankbarer Job, es ist sehr ästhetisch, ist sehr kreativ und gleichzeitig bringt der auf jeden Fall schneller finanziellen Erfolg als die Musik.
00:07:12: das muss man schon sagen.
00:07:13: Ist auch aber irgendwo taggen mehr Dienstleistung.
00:07:16: also muss man auch dazu sagen und ist aber auch ein Stück weit okay
00:07:21: Ja, ja.
00:07:22: Ich sag mal bei der Musik musst du ja eigentlich auch gucken dass du ein Publikum findest was das mag.
00:07:28: also insofern ist es nicht bisschen ähnlich.
00:07:31: oder ist dir das egal?
00:07:33: machst du einfach deinen Weg bei der musik?
00:07:35: Oder
00:07:36: versucht man da auch Kompromisse zu finden?
00:07:38: Nee, also da gehe ich total mein Weg und bin auch sehr... Da bin ich ganz rigoros und sage nee.
00:07:43: Ich mache das was ich möchte wo ich so einen inneren Drang nachverspüre Und dann gucke ich welcher Topf passt zu meinem Deckel.
00:07:52: Also ne, das würde ich nicht Das würde ich nicht anpassen.
00:07:56: Was ich eher anpassen würde, ist wie ich das kommuniziere was ich mache und an wen ich herantrete.
00:08:00: Und da muss man sagen dass man kann nicht allen gefallen und es ist eigentlich viel schöner.
00:08:05: und jetzt habe ich auch einen Großteil durch Heike gelernt die mir da immer super zur Seite steht und mir total toll.
00:08:13: ein Spiegel ist diesen Weg auch zu definieren für mich und das auch so zu kommunizieren, dass Menschen die Musik finden.
00:08:24: Und damit d'accord gehen.
00:08:26: also zum Beispiel bei All In A Half, bei eher akustisch geprägten Musik oder jetzt Wüstenberg eher einer Folkrock-Musik, die sozusagen schon mehr Dampf unterm Kessel hat, da stellen wir immer wieder fest es gibt Menschen, die mögen uns beide in sozusagen persönlich aber mögen dann manchmal beide musiken.
00:08:45: manchmal sagt der eine Es ist mir zu ruhig, es muss bei mir knallen.
00:08:49: Bei der anderen sagen sie auch manchmal das ist mir so laut ich muss brauche ein bisschen gediegener.
00:08:53: also von daher würde ich sagen finde die richtigen Töpfe zum richtigen Deckel
00:08:58: okay jetzt sind das ja schon relativ unterschiedliche Musikrichtungen die du da bespielst aber dass das dann unterschiedliche Stimmungen die Du dann hast oder machst das ja mit unterschiedlichen Leuten letzten Endes schreibst Du die Stücke alle selber.
00:09:16: Also bei All In A Half ist es so, da schreibt Heike am meisten und da haben wir auch... Wir füllen jetzt mit eigenen Songs gerade unser Repertoire auf.
00:09:25: Wir haben viele Traditionells eben aus dem... Also das ist sehr breit!
00:09:28: Es ist ein bisschen was Keltisches dabei, es ist ein bissel etwas Amerikanisches dabei.
00:09:32: Es sind ein paar Sachen dabei die jeder kennt keine Ahnung Englishmen in New York oder so.
00:09:36: Das macht aber auch Bock und es ist auch in dem Sound gewandt mit Heiko mir dann immer ein bisschen anders als man das so kennt.
00:09:42: Und ich schreibe auch ein paar wenige Songs für All In a Half Und genau, da bringen wir beide einfach ein bisschen was ein.
00:09:49: Aber gerade ist Heike da auf jeden Fall die treibende Kraft und bei Wüstenberg schreibe ich grade alle Songs und ja also so geht das zu seinem Weg!
00:09:59: Jetzt warst du ja oder du warst heute mit Wüsenberg auf Tournee?
00:10:03: Wie lässt sich das dann so mit Familie, mit Partner vereinbaren?
00:10:07: Funktioniert es als Musiker oder ist das eher schwierig.
00:10:10: Ich geb' das mal an Heidelberg!
00:10:13: Was ist
00:10:13: das?!
00:10:13: Ich muss jetzt die Frage kommen... Es ist halt ein anderer... Der Beruf ist es nicht, es ist Leidenschaft als wenn man das vielleicht oft so aus Bürokontexten oder so kennt oder so mit Öffnungszeiten.
00:10:26: und das ist aber was dadurch dass wir beide recht frei auch arbeiten versuchen, das alles miteinander zu verbinden.
00:10:34: Also was ich total mag ist halt wenn unterwegs sein mehr eine Rolle spielt dass wir dann auch miteinander schauen wo können wir mal einen Tag haben oder vielleicht für uns so sind und das finde ich dann total schön.
00:10:45: und das glaube ich muss man einfach ein bisschen mehr planen wenn da so ne Tour ansteht oder so als wenn klar es immer vom Montag bis Freitag von acht bis sechzehn Uhr irgendwo dann genau.
00:10:57: aber das finde Ja, also ich finde das gut.
00:11:02: Und Weihnachten mit der Familie war auch drin und schön.
00:11:05: Es ist ja auch so... Also nochmal um das im Kontext zu setzen.
00:11:08: Ich verstehe das schon als Beruf?
00:11:10: Es ist nur so dass das ein bisher sehr schlecht bezahlter Beruf ist sozusagen.
00:11:16: Das Ziel wäre schon damit am Ende wirtschaftlich auch tragbar zu sein.
00:11:21: Und das macht es jetzt auch gerade so ein bisschen schwierig.
00:11:24: Jetzt war eine Tour mit Fiddlers Green und dann sind natürlich siebzehn Termine irgendwie am Stück eine total professioneller Rahmen, das findet regelmäßig statt.
00:11:32: So jetzt ist dieses Support-Tour vorbei und jetzt kleckern sozusagen die ersten eigenen Geeks rein.
00:11:38: dann kommen ein paar Festivals.
00:11:39: Dann versuchen wir gerade unseren Urlaub zu planen und wir wissen jetzt nicht so richtig was machen wir denn jetzt?
00:11:44: Und ich denke grade immer wieder ja boah lass uns das irgendwie frei halten.
00:11:47: gleichzeitig möchte ich aber auch gerne mit Heike wirklich eine drei Wochen England oder so.
00:11:51: Das ist schon lange Zeit.
00:11:55: das ging jetzt nach der Zeit bei dem Paddy.
00:11:57: jetzt ging es gut drei Wochen urlaubzumachen.
00:11:59: Es war total schön und ich habe es sehr genossen.
00:12:02: Und jetzt gerade versuchen wir natürlich einen Weg zu finden, dass dann was ist wenn da eine Anfrage kommt für ein tolles Festival?
00:12:08: Wie oft sagt man da nein gerade in dieser Anfangsphase.
00:12:11: also Ich hoffe ehrlich gesagt darauf das sich schnell einruckelt und wir in den nächsten Jahren sozusagen so Planbare Touren haben, die dieser Festival-Sommer sich recht früh zeigt.
00:12:23: Aber bisher ... Wir haben uns ja seit Oktober als unser erster Song rausgekommen.
00:12:26: Das heißt bei Wüstenberg weiß man überhaupt nicht wo die Reise inhaltlich hingeht und bei All In A Half versuchen wir auch immer wieder ein paar Termine noch dazwischenzuschieben Und das ist auch schwierig!
00:12:37: Also es ist schon ganz schönes logistisches Szenonär.
00:12:42: Jetzt schreibt ihr beide Lieder.
00:12:43: wie entsteht eure Musik?
00:12:46: jammt ihr ein bisschen vor euch hin oder setzt man sich dann wirklich hin und jetzt schreibe ich ein Lied.
00:12:53: Oder wie geht das bei euch?
00:12:56: Ja also nicht zusammen!
00:12:57: Das haben wir mal probiert, aber ich glaube wir waren auch noch nicht so co-writing erfahren.
00:13:05: Da wäre ich übrigens auch nochmal neugierig drauf.
00:13:07: also ich würde gerne nochmal ein Versuch starten.
00:13:09: und weil wir aber schon unterschiedliche Stile einfach haben im Schreiben an sich und bei mir ist es... Musik und Textpassion zusammen irgendwie.
00:13:21: Bei mir muss das Gesamtheit entstehen, es ist auch mal dass ein Text mal zuerst kommt.
00:13:25: aber ansonsten ist so was will die Musik?
00:13:27: Was wird der Text...was gilt es gerade zu sagen?
00:13:29: Und dann kann's auch mal seine sich morgen in meiner Meditation sitzen denke darüber will ich grad sprechen.
00:13:35: okay weil ich finde auch Songwriting ist etwas.
00:13:38: das ist so.
00:13:39: man hat die Möglichkeit oder Ich habe die Möglichkeit für mich einen Thema Einmal ganz anders zu durchwurschteln und zu durchdenken, als ich es irgendwie in meiner normalen Welt machen würde.
00:13:49: Und hinterher ist was rausgekommen wo ich auch denke ah das ist ja spannend!
00:13:52: Dann kann man so richtig Themen die man auch selber hat so ein bisschen wie abschließen weil man dann denkt Das ist ja da und das hat deine Heimat und das ist total schön.
00:14:01: also Genau das geht irgendwie so zusammen.
00:14:05: aber setzt du dich bewusst hin oder?
00:14:08: Ist das eher so, dass du, ich sag jetzt mal klassisch unter der Dusche stehst und dir meldet ein oder sowas?
00:14:12: Ja.
00:14:13: Die Muße!
00:14:13: Also es ist so, daß sich überall meine Handynotizen dabei hab' und da sind hunderte von Songideen drin weil das auch aus Erfahrung des Bestes ist das sofort rein zu tippen.
00:14:23: Aber ich bin tatsächlich mehr dahin gekommen nicht nur mich von der Muße küssen zu lassen sondern weil ich da gerne auch mehr eintauchen möchte eigentlich mittlerweile so gut wie jeden Tag Musik mache und entweder vorbereiten auf so einen Gig, wie heute oder aber wirklich hinsetzen und sagen komm jetzt ich habe eine halbe Stunde.
00:14:40: Ich mach Songwriting wo steht gerade ein Song der bearbeitet werden möchte?
00:14:44: Und so weiter genau
00:14:47: bei mir ja.
00:14:48: also Ich komme mehr vom Text irgendwie.
00:14:52: Wir haben schon oft darüber gesprochen, weil wir natürlich uns viel auch über Songwriting unterhalten und Heike war eine Woche in England und hat mit einer tollen Songwriterin aus Nashville gearbeitet und da gibt es viele Insights und es gibt keinen.
00:15:05: so ist richtig und so ist falsch.
00:15:07: Und trotzdem merke ich beim Text... Da liegt das Blattblanko und dann kann ich beim Text noch sehr viel schrauben.
00:15:13: Ich kann eigentlich alles verändern, natürlich hat der Text auch schon so innerrenten Rhythmus und man hört schon ein bisschen wo geht das hin?
00:15:20: Wie ist es inhaltlich?
00:15:21: Ist es eher ein Song, der auf die zwölf ist oder ein bisschen ruhiger?
00:15:24: Und dann kommt aber die Musik und die Musik finde ich wiederum ist dann mehr gefühlt Basteln, schnibbeln.
00:15:32: Weil der Text ist ja schon da und den möchte ich dann meistens auch so lassen.
00:15:35: Dann ist die Musik erfährt dann sozusagen mehr Schrauberarbeit.
00:15:41: Und andersrum ginge das auch... Aber dann würde ich denken, naja, irgendwie habe ich das Gefühl.
00:15:46: Ich will eigentlich inhaltlich nicht viel dran rückeln.
00:15:49: Weißt du?
00:15:50: Ich meine die Musik... Da gibt es viele schöne Melodien.
00:15:54: Aber andersrum kann man das genauso verargumentieren.
00:15:56: Es ist ein bisschen... ...es ist glaube ich Geschmackssache und ich mache's gerade so.
00:16:00: Und es funktioniert gut!
00:16:03: Jetzt macht ihr beide glaub' ich Englisch.
00:16:06: Hat das einen besonderen Grund oder käme auch was Deutsches infrage?
00:16:10: Oder ist das dann internationaler?
00:16:13: Also ich würde gerne... Ich hätte es echt sehr gern, dass du mal Deutsch singst.
00:16:17: Habe ich ja schonmal!
00:16:18: Also ich habe tatsächlich so die ersten... Ich hab auch so ein Songwritingcamp und so Sachen mitgemacht Und dann waren die ersten Sachen auf Deutsch.
00:16:25: Und es hat zwei Dinge.
00:16:27: Ich bewundere jeden, der Deutsch schreibt und dann auch singt ... Es klingt nicht nach Helene Fischer und nicht unbedingt nach Marc Foster, sondern es ist ... Es hat ein cooles Faktor sage ich jetzt mal so.
00:16:40: Es geht nach vorne und es sind irgendwie Texte die man sich gerne anhört.
00:16:45: also irgendwie... Ich finde das wild weil eigentlich sollte es ja so leicht sein auf Deutsch zu schreiben aber irgendwie genau und ich habe tatsächlich mein Song auf Deutsch geschw- wo ich dachte, da habe ich fast Angst, den auf Deutsch zu singen.
00:16:58: Weil der so persönlich war und der dann so nah dran ist immer an der eigenen Sprache, dass ich dachte das traue ich mich schon fast nicht zu singe.
00:17:05: Das Gleiche auf Englisch traue Ich mich anders zu sing.
00:17:07: es ist ganz wild aber das war eine echt spannende Erfahrung.
00:17:11: Ja
00:17:12: weiß nicht.
00:17:12: also ich finde englisch genau ist die manche Musiker sagen muss die die musiksprache.
00:17:18: Ich mag das Internationale, weil ich am Ende wenn ich es jetzt mal so rein praktisch betrachte.
00:17:23: Ich reise auch gerne und ist toll, wenn man in England, Frankreich oder im Ausland spielen darf.
00:17:27: Das ist schön!
00:17:29: Und das ist natürlich einfacher... Ich meine Rammsteine hat auch in Südamerika gespielt und die Toten Rosen kommt da auch manchmal hin.
00:17:36: aber das ist ja eher sozusagen die Ausnahme.
00:17:39: Englisch ist mir nahe, ich mag das sehr und ich mag die Kultur, die kältische Grundlegend sehr.
00:17:46: Und ja, also ich glaube Deutsch kann ich mir schon mal vorstellen.
00:17:50: Ich glaub aber es wäre strange in so einem Set jetzt wer diesem Folkrock kennt zum Beispiel von ihr bei All In A Half könnte ich mich sogar noch eher vorstellen weil wir so doch sehr offen sind irgendwie und im Folk Rock fände ich's glaube ich erstmal irritierend.
00:18:06: Aber du sag niemals nie, wer weiß?
00:18:08: Ich komm immer auch mal ein deutscher Song!
00:18:11: Du hattest ja auch schon mal einen deutschen.
00:18:12: Das ist also privates Schreiben?
00:18:14: Ja, genau.
00:18:15: Ich habe mal was für meine Mutter geschrieben und der schreibe ich dann was Deutsches.
00:18:21: Dann habe ich mal etwas für eine Freundin geschrieben die verstorben ist und wollte dass sie es versteht.
00:18:28: Und weil sie selbst auch Sprecherin war, habe ich gedacht es muss Deutsch sein.
00:18:33: Sie hat Kafka geliebt und so.
00:18:37: Da habe ich gemerkt das ist toll und das hat eine Qualität.
00:18:40: Das ist unmittelbar und man versteht es direkt.
00:18:43: Das finde ich auch manchmal schade dass ich mich frage wenn ich auf der Bühne stehe checkt das hier eigentlich irgendeiner was ich singe?
00:18:50: Und die ehrliche Antwort ist, wenn ich in einem Publikum stehe wo jemand Englisch singt.
00:18:54: Ich muss auch aktiv den...ich will verstehen was der singt oder die singt anschalten damit ich es verstehe.
00:19:00: das ist beim Deutschen natürlich nicht so.
00:19:03: Ja also ich sag mal so bei den Pity Heights ist mir das aufgefallen Wenn du singst versteht man das sehr gut.
00:19:11: Wenn Tim gesungen hat war das schon eher auf die Fresse?
00:19:14: vielleicht mal ein bisschen lesterlich und da musste man schon viel deutlicher hinhören, also um dann halt auch danach zu kommen.
00:19:21: Und ja ich habe früher auch mal auf Englisch geschrieben mache heute eigentlich nur noch Deutsch keine Ahnung weil es die Leute dann glaube ich einfach hier besser verstehen ist natürlich woanders anders.
00:19:34: Wenn du englische Musik hörst musst du aktiv anschalten deinen Dein Übersetzer sozusagen damit.
00:19:41: Ja, das läuft nicht so durch.
00:19:43: Beim Duschen würde man sagen ich weiß überhaupt nicht worüber jetzt gesungen wurde.
00:19:46: Das geht mir auch so obwohl ich gut Englisch spreche und es ist schade dass da diese Barriere ist.
00:19:52: Dies aber sobald du natürlich in England oder Amerika spielst ist die weg.
00:19:55: Logisch!
00:19:57: Da müssen wir auch erst mal entfiegen.
00:19:59: Ist doch
00:20:00: nach Belgien fahren.
00:20:03: Welche Konzerte waren denn bei euch eure Highlights?
00:20:10: Also die Konzerte sind alle sehr unterschiedlich und das genieße ich sehr.
00:20:15: Ich muss sagen, ich mag gerade dass wir ein bisschen zusammenrücken mit All In A Half im Sinne von Wir sitzen grade oder haben wir auch nicht immer gemacht?
00:20:23: Dann habe ich mal gestanden Das Sitz ist irgendwie gerade schön Es ist intim, wir sitzen grad sehr nebeneinander Und wir haben letzte Woche in einem Café gespielt was ich total genossen habe und es ist einfach ein besonderer Flair und den kann man egal wie Also ich sag mal, egal wie groß Bühnen sein können.
00:20:42: Dieser Flair ist dann einzigartig und den Menschen so ins Gesicht zu gucken, die Reaktionen so zu spüren das Miteinander, das mag ich am liebsten.
00:20:50: also gerade bei All In A Half finde ich es umso intimeres ist umso schöner.
00:20:54: Aber jetzt würde man ja sagen eigentlich so der Musiker möchte ja von möglichst vielen auftreten wir wackeln keine Ahnung vor Zehntausend Leuten gespielt aber fällt dir erstmal so ein Konzert ein wo's eigentlich intimer ist?
00:21:06: Tatsächlich, nee ich würde sagen, ich brauche beides.
00:21:08: Also ich finde es schön dass das Beides da ist.
00:21:12: Ich würd das einen oder das andere nicht missen wollen und klar also umso größer die Bühnen sind, um so spannender ist es erst mal, ne?
00:21:20: Ist mehr Adrenalin und oh God o Gott.
00:21:23: und gleichzeitig find' ich schrumpf das Publikum irgendwie auch zu einem zusammen.
00:21:29: Also ich habe nicht das Gefühl, da stehen jetzt zehntausend einzelne Seelen, obwohl es so der Fall ist und die das natürlich alle einzeln wahrnehmen.
00:21:36: aber ich hab einen gegenüber.
00:21:39: Das merke auch manchmal verstehe ich mich mit dem Gegenüber sehr gut um wir sind voll auf einer Wellenlinie dass gerade bei den Ansagen merkt man das dann wird gelacht und ich habe selber Bock und ich fühle mich selber sehr frei und manchmal versteht man sich nicht so gut und dann ist es ein bisschen mehr professioneller dann ist es.
00:21:56: aber es ist wie mit einem gegenüber.
00:21:59: Und diese kleinen Konzerte, da nehme ich mehr den Einzelnen auch wahr.
00:22:06: Wir haben mal ein Konzert gespielt, wo auch die Personen alle nur schwarz waren.
00:22:10: Weil einfach das Licht zugestellt war und da geht für mich wirklich was verloren.
00:22:15: ich liebe es diese Menschen zu sehen aber da kommt vielleicht auch die Rednerin durch die mit Menschen redet sonst wäre ich dann irgendwie in dem Beruf auch nicht.
00:22:23: Ich finde das so schön wenn man das miteinander erleben kann.
00:22:25: Das ist glaube ich auch so einer meiner Antriebe
00:22:28: Auf die Reaktion.
00:22:30: Wir erleben gemeinsam Musik, dieses Konzert.
00:22:34: Ich weiß nicht das finde ich total schön und ich muss auch sagen neben diesem Orlanhafen ist auch gleich das Café-Konzert eingefallen weil es genau dieser letzte gerade Moment war im Kopf der aber so schönen Team war.
00:22:45: man konnte so eine Stecknade fallen hören weißt du?
00:22:48: Und alle waren echt beieinander und auch der Kaffeebetreiber meinte so es ist so schön wie alle!
00:22:52: Das ist toll.
00:22:53: und ich musste aber auch sagen ich durfte bei Wüstenberg einmal oder zweimal dabei sein letztes Jahr auf der Tour und durfte ein Song mit singen.
00:23:01: Und das ist schon auch schön!
00:23:02: Also ich bin jetzt nicht so eine große Masse gewöhnt wie Franz, bin ich ganz offen aber... Aber auch da hat es Spaß gemacht den Einzelnen zu sehen weil wir konnten ihn noch sehen und gleichzeitig aber wie Musik auch größeres bewirken darf.
00:23:13: also auch da finde ich genau
00:23:16: immer
00:23:16: noch, wenn man sie sieht.
00:23:18: Aber ich meine am Ende ist es ja auch so egal wie viele Leute da sind bei diesen siebzehn Konzerten.
00:23:23: du hast zwei mitgemacht.
00:23:25: Wie unterschiedlich fandest du die beiden Konzerte?
00:23:27: Weil wir haben in Stuttgart gespielt im Elke-Longhorn.
00:23:30: das war ein tolles Gefühl alles sozusagen nach Fahrplan und Im letzten Amletzen gig in Nürnberg hat Fiddlers Dann haben die Tourstreiche gespielt Das war genau beim Song Bo Heike auf der Bühne gegangen eine Bar auf die Bühne geschickt, haben Jägermeister mit Limette verteilt.
00:23:48: Was eklig ist muss ich sagen?
00:23:50: Ja wirklich!
00:23:51: Ja, Jägermesser Limette und es waren sehr in eine Ballade weißt du.
00:23:55: Sie haben auch hinterher noch ein bisschen gesagt, ja war vielleicht der falsche Song hat uns aber bei natürlich lustig und so.
00:23:59: Aber ich will nur sagen das sind die gleiche Anzahl am Menschen Es ist die gleicher Tour gewesen, es ist völlig anders.
00:24:04: also jeder Gegner ist anders.
00:24:05: Du fühlst sich an als andere Tagesformen.
00:24:07: dann passieren eben solche Sachen.
00:24:10: Ja, da würde ich sagen das ist schon spannend und auch schön an dem Beruf.
00:24:14: An der Tätigkeit als Musiker, dass jeder Tags anders war.
00:24:18: Gab es denn schon mal Konzerte wo ja eigentlich vielleicht nicht ganz so viele Leute da waren oder man dann gar keine Lust hat aufzustreiten?
00:24:29: Ja, also wir hatten jetzt letztens ein Buch gelesen von Judith Olefernis die das Rasenflecken nennt.
00:24:36: Wenn man sozusagen nicht die Lücken sieht dazwischen den Leuten... Also ich habe das ganz oft gehabt gerade früher besonders oft.
00:24:45: Ich hab da eher so einen Antrieb Ich spiele für jeden einzelnen und mache es auch gerne Und ich spiel ja auch ein bisschen für mich und für uns.
00:24:55: Wir haben miteinander Heike und ich oder auch bei Wissenberg Die Band Und klar, es ist viel toller wenn's richtig voll ist.
00:25:03: Es macht...es ist einfacher, wenns richtig voll is'.
00:25:05: Weil man hat das Gefühl okay, es wird gut angenommen und die Leute feiern das.
00:25:08: Schön!
00:25:09: Das ist alles leicht.
00:25:10: Wenn halt wenig da sind dann liegt ja manchmal auch an verrückten Sachen.
00:25:14: jetzt war letztens Schneekhaus Dann trauen sich manche nicht los zu fahren und so.
00:25:18: Manchmal sind solche Sachen.
00:25:21: Und ich würde aber sagen Auftritt ist Auftritt.
00:25:26: Auch im Theater ist das auch so, wenn einer da ist dann wird für den eingespielt und das ist doch irgendwie vernünftig.
00:25:33: Ich finde, Straßenmusik ist so ein schönes Beispiel.
00:25:35: Wir haben zusammen auch schon Straßen-Musik gemacht.
00:25:37: So einen Urlaub haben wir gesagt, kommen wir nehmen die Klampe mit und wir spielen ein bisschen.
00:25:40: Und ich könnte da mal ausrasten vor Begeisterung wenn keiner ist zum Konzert gegangen.
00:25:45: Keiner hat damit gerechnet dass da jetzt zwei Dutzspielen stehen und irgendwas spielen.
00:25:49: und wenn dann jemand stehen bleibt und man merkt das macht was mit dem der nimmt sich gerade Zeit ihr nicht vor hatte sich zu nehmen und wirft dann auch noch Geld was er gar nicht vorhatte loszuwerden in diesen Koffer.
00:26:00: Das ist doch...und so kann man es auch beim Konzern sehen.
00:26:05: Also ich hab zum Beispiel auch nicht diesen Fame-Antrieb, so dieses Abnermillionen wird spannend.
00:26:09: So heißt der Follower Zuhörer.
00:26:12: Sondern wenn Leute nach einem kleinen Konzert sagen hey das hat uns echt gut gefallen und es hat uns berührt dann ja also was kann's mehr geben?
00:26:19: irgendwie ne?
00:26:22: Franz du warst jahrelang mit dem Pettihetz unterwegs bis dann zweiundzwanzig richtig ausgestiegen.
00:26:32: Wie kam es dazu?
00:26:33: Also ich meine, ihr wart ja da wirklich schon recht erfolgreich.
00:26:36: Ja genau!
00:26:38: Unser früherer Tontechniker hat immer gesagt Erfolg verbindet und das ist natürlich ein zweifelhafter Spruch.
00:26:45: und das stimmt vielleicht ein Stück weit weil wie gesagt dann sind Dinge leichter manche Sachen werden schwieriger weil sie mehr werden.
00:26:54: also das ist ausgestiegen ist glaube ich der falsche Begriff eine Trennung gegeben, weil wir da zusammen nicht mehr die gleichen Ideen hatten von Dingen.
00:27:06: Ja genau es war schon auseinander gelebt klingt so ein bisschen wie soll ich sagen als wenn das so sukzessive der Fall war.
00:27:12: das war's nicht und ich glaube aber dass ist gut.
00:27:18: Es ist gut, wie es jetzt gerade ist.
00:27:21: Und ich bin auch froh für die neuen Türen, die sich geöffnet haben.
00:27:24: und es ist nun mal so andere Tünen müssen sich fließen und ehrlicherweise sind solche Krisen und Dinge, die dann schmerzhaft sind da kann man natürlich ganz viel draus schöpfen.
00:27:38: das sieht man natürlich nicht so wenn man in der Krise steckt und wir haben Freunden über Phasen im Leben gesprochen Das sind dann Phasen, die fühlen sich sehr nach Tal an.
00:27:47: Und das war eben so eine Phase, die fand ich sehr schwierig war und am Ende ist es jetzt gerade... Fühlt es sich wieder mehr nach Gipfel an gerade?
00:27:57: Und das ist auch wieder schön!
00:28:00: Aber den Gipfel kann man auch nur spüren wenn's Taylor gibt.
00:28:03: also da diesen Kontrast dem brauchst du glaube ich auch im Leben genau.
00:28:08: Okay, jetzt haben sich die Pattys letzte oder diese Woche quasi zumindest vorläufig aufgelöst.
00:28:15: Macht das noch was mit dir?
00:28:16: Oder ist dir das dann egal?
00:28:18: Nee, egal es nicht!
00:28:21: Es ist ja auch... Ich meine ich habe das ja aufgebaut zusammen mit dem Tim und der Name, das ist natürlich immer noch ein Teil von mir und gleichzeitig ... ist mein Wirken so lange schon wieder her, dass ich das auch mit Abstand betrachten kann.
00:28:40: Und ich weiß bin da auch nicht besser informiert, sondern habe das auch sozusagen ganz normal mitbekommen wie alle anderen in größten Teilen und... Ja, das macht was mit mir und ich finde es auch schade und gleichzeitig bin ich auch eine ganze Ecke weit weg davon.
00:28:57: Jetzt hast du ja deine eigene neue Band Wüstenberg.
00:29:01: Ich sag mal, die Patty Hetz gab es ja so eine Geschichte wie ihr alles zusammengefunden habt und dann kam der ein und der andere.
00:29:06: Jetzt hast du ne neue Band gegründet?
00:29:08: Hast Du dir denn Musiker gesucht?
00:29:09: Man trägt dir auch deinen Namen oder hat sich das auch irgendwie zusammen gefunden?
00:29:15: Oder wie muss man sich das vorstellen?
00:29:17: Ehrlicherweise sind wir in der Band selber ein bisschen manchmal überrascht wie das so zusammengekommen ist.
00:29:22: Wie man Heike hat es erlebt... organisch und wie, also die verrückt das eigentlich ist.
00:29:29: Wie wir da miteinander zusammengekommen sind, wie diese einzelnen Charaktere auch miteinander wirken... Mir war es wichtig, in Weg zu gehen, indem ich die Songs gestalten kann.
00:29:44: In dem ich eine Stimme habe, die ich gerne sozusagen ganz frei gestalten darf und hab Musiker gesucht, die sagen Mensch wir folgen gerne dieser Vision.
00:29:55: Wir können natürlich sie alle gestalten, indem Sie als Musikerteil dieser Band sind und ohne die Charaktere würde das auch nicht so klingen.
00:30:05: Trotzdem schreibe ich die Songs und steht mein Name eben da drauf.
00:30:08: Ich darf sozusagen die Richtung bestimmen.
00:30:13: Und das brauche ich auch.
00:30:14: und es ist schön, dass da Menschen gibt, die sagen es auch schön, sie keinen finanziellen Druck haben.
00:30:19: Dass Sie nicht mit dem Vertrieb am Telefon hocken und über Paragraphen sprechen müssen wie man was jetzt löst.
00:30:28: Das heißt, das mache ich dann auch.
00:30:31: Und was aber am wichtigsten ist, das ist menschlich.
00:30:35: Stimmt es sehr miteinander und ich finde, dass es sehr viel Glück gewesen
00:30:39: ist.
00:30:40: Ist vielleicht auch ein bisschen das Aussenden gewesen.
00:30:42: Ich habe in Heike viel darüber gesprochen.
00:30:45: Am Anfang, wie kommuniziere ich das?
00:30:47: Was ich da gerne aufbauen möchte... Und dann habe ich am Ende eine Internetseite aufgebaut und hab das rumgeschickt und gesagt, dass ist meine Vision.
00:30:56: Das möchte ich machen.
00:30:57: Da steht genau drin was so in mir gerade ist und was ich gerne machen möchte.
00:31:02: Ich habe ein paar Demos mit geschickt.
00:31:03: Das waren die ersten Songs und zum Beispiel der E-Gitarist der Torben, der arbeitet beim WDR.
00:31:08: Dann haben wir uns im WDR Funkhaus Café in Köln das erste Mal getroffen.
00:31:13: Es war wie so ein Speeddate also wir saßen gegenüber.
00:31:15: Der ist wirklich völlig strange!
00:31:17: Wir haben uns noch nie getroffen.
00:31:20: Ich glaube gefühlt, weil ich muss zum Schauspielunterricht haben wir uns eine halbe Stunde unterhalten und ich hatte das Gefühl von Wir machen das jetzt.
00:31:26: Wir spielen zusammen in der Band und man guckt sich in den Augen.
00:31:29: Es kann sein dass wir jetzt zwanzig Jahre miteinander Musik machen.
00:31:33: Ich sag jetzt mal ja.
00:31:35: Und es fühlte sich gut an und manchmal braucht's auch dann nur die halbe Stunde, ich hab ihm nur bei Instagram Spielen gesehen und so war das mit vielen.
00:31:42: also der Simon ist ein alter Freund von mir und der gesagt Mensch wenn du noch was machst ich wäre gern dabei okay und ich bin glücklich dass er mich gefragt hat.
00:31:53: Die Beer ist eine fantastische Geigerin, die in einer Elternpause war und wohnt hier auch im Münster.
00:32:01: Und sie hat schon über viele Jahre auch beruflich Musik gemacht und ich hätte gar nicht gerechnet dass sie ja sagt weil ich habe ihr eigentlich geschrieben und sie gefragt ob sie jemanden kennt und dann hab ich so am Nachsatz gesagt aber wenn du selber willst den auch gerne.
00:32:15: und sie sagt auch irgendwie eigentlich hat es überhaupt keinen Sinn gemacht.
00:32:18: aber sie fühlte sich an dem Tag nach Ja
00:32:21: Und
00:32:21: dann hat sie überlegt und gesagt, ja Sie macht das.
00:32:23: Und so, ich meine wir sind sieben Leute.
00:32:26: Ja, der Bassist ist... Wir sind auch zwischen achtundzwanzig und fünfzig.
00:32:31: Ist auch finde ich ein spannendes Feld.
00:32:34: Der Bassist Alex ist der Mann meiner Gesangstlehrerin, der wiederum hat den Schlagzeuger empfohlen.
00:32:40: Es war überall nur ein Gespräch am Cafetisch und dann einen Bauchgefühl von Let's do it!
00:32:46: Und jetzt haben wir achtzehn Konzerte gespielt, haben mit Fiddlers gespielt.
00:32:50: Nächstes Jahr kommen tolle große Festivals.
00:32:52: Wir haben die Platte rausgebracht und waren im Studio Nord.
00:32:55: Also das ist eine fantastische Reise gerade ja.
00:32:58: Hört sich geil an.
00:33:01: Ist es?
00:33:03: Ja.
00:33:04: Musikrichtung wird zuwiebeschreiben.
00:33:06: Folkrock ganz einfach weil... Es hat hier und da ein paar kältische Elemente Und ob man das jetzt irisch-schottisch Englisch nennt, es ist halt kältische Musik und ich mag die auch nach wie vor.
00:33:18: Es hat aber auch sehr Classic Rock Anteile.
00:33:21: dann laufen so Twin Guitars für Bethan Lizzie Das feier' ich auch sehr.
00:33:26: Es is viel breiter manchmal sind auch ein bisschen poppige Anleihen drin Aber größtenteils ist es dieser Folk und es ist auf der anderen Seite der Rock und das kommt zusammen.
00:33:36: Wir haben Klavier wir haben Geilge Banjo Manolini Aber es hat nicht mehr keinen irischen Stempel mehr.
00:33:43: Ja,
00:33:44: aber er hört sich ja dann trotzdem sehr offen an.
00:33:46: Ist das auch total offen?
00:33:51: Wir kommt ja nicht in Konzerte.
00:33:53: Du sagst ja gerade irgendwie melden die sich bei euch für ein Festival oder bewerbt ihr euch dann
00:33:58: Also bei All In A Half hätten wir keine Konzerte, wenn Heik nicht unterwegs wäre oder jetzt bei dir in dem Fall aus alten Kontakten.
00:34:07: Ja aber du machst Booking gerade bei uns, ne?
00:34:09: Gerade ja!
00:34:10: Aber es ist auch weil ich gucke so ein bisschen... Ich finde es schön, wenn wir immer noch was machen zusammen, weil einfach Räume sich verkleinern und der da versuchen wir mal gerade so Möglichkeiten zu finden und dann denke ich okay dann lass die mal aktiv booken, weil das was wir an Anfragen bekommen ist recht oft dann ein.
00:34:27: Leider
00:34:27: klappt es nicht.
00:34:27: Und
00:34:28: deswegen denke ich okay, damit wir zusammen spielen lasst aktiv da reingehen und das ist aber auch ganz schön.
00:34:33: Da
00:34:36: wüssten mir, kann man noch ein Booker?
00:34:39: Ja logisch!
00:34:42: Wie seht ihr eure private musikalische Zukunft?
00:34:44: Wo wollt ihr hin?
00:34:46: Gibt's da einen Weg oder...
00:34:53: Was soll das denn heißen?
00:34:55: Ich finde die schon ganz gut.
00:34:56: Dann würde ich jetzt mal am Start das Kronig viel verändern wollen, aber tatsächlich beruflich kann es bei mir auch weitergehen dann bin ich irgendwie gut gesettelt nach vielen Wollen.
00:35:11: und was die Musik betrifft da darf erleben miteinander Musiksachen machen verbinden.
00:35:19: Ich freue mich auch, wenn ich Wüstenberg miterleben darf was da so passiert und war das einfach wirklich eine tolle... Truppe ist und so.
00:35:27: Und das ist ja auch Musik.
00:35:28: miterleben, aber auch All In A Halfs, sodass was wir machen können die paar Konzerte hat.
00:35:33: Das kleine, das Schöne, was wir auch gleich erleben werden, da freue ich mich total darauf.
00:35:37: Bei mir geht es mit einem eigenen Bandprojekt noch mal weiter weil ich auch das kleine sehr mag und schätze.
00:35:43: Aber auch den Wumms, den Franz dagegen noch hat, den hätte ich auch gerne in meinem Leben, nachdem ich mal eine Indie-Rockband hatte mit Achtsang.
00:35:50: Da möchte ich das wieder laut werden und so ein Schlagzeug knallt anders als jeder Akustikgitarre könnte.
00:35:56: Definitiv,
00:35:59: wer jetzt noch zuhört und gut Gitarre spielt?
00:36:03: Ja ich suche
00:36:03: noch einen Gitarristen, das stimmt!
00:36:04: Ich bin nämlich auch gerade bei Musiker finden und habe schon zwei ganz tolle Menschen am Bord, aber dabei hab' ich noch ein Blick.
00:36:09: Co-writing
00:36:10: und Gitarres, das wäre jetzt noch...
00:36:12: Arrangement, Arrangements vor allem mit Gitarren ist so in einer Person, wird ziemlich geil.
00:36:17: Also ich muss sagen, ich finde am schönsten wenn das sich so die Balance hält.
00:36:21: Weil ich kenne das jetzt auch durch.
00:36:24: die letzten Jahre bei den Paddyheads war es einfach sehr viele Konzerte spielen und wie gesagt da ging halt kein drei Wochen Urlaub.
00:36:33: Ich find's schön, wenn sich die Waage hält.
00:36:34: Also wenn man intensive Reisezeiten hat, Gig-Zeiten hat... ich würd sehr gerne mit der Musik eben auch mein Lebensunterhalt beschreiten können möchte aber natürlich trotzdem.
00:36:44: also es gibt zum Beispiel im Bands jetzt in diesem Irish Folkpunkbereich wie The Rumjacks oder so, die spielen in den Jahrhundert Gigs im Jahr, also diese nur unterwegs.
00:36:52: das wärs glaub' ich nicht für mich.
00:36:53: Intensive Zeiten ja und auch viele Unterwegs auch Ja Aber dafür bin ich auch zu gerne mit Heike zusammen Zuhause Und wir sind auch zu zweit sehr viel auf Reisen.
00:37:04: Und gleichzeitig muss ich auch sagen, das Schauspiel braucht seine Aufmerksamkeit und das finde ich gerade auch sehr geil.
00:37:11: Da, glaube ich ist so ein bisschen gratir Aufgabe den Spagat zu finden und die Klarheit auch zu haben.
00:37:16: Zu den Dingen, die zu viel sind Nein zu sagen, für mich total schön.
00:37:19: Also wirklich sich nicht zu vollzuladen weil es gibt so viele schöne Sachen.
00:37:22: Und dementsprechend Klarheit reinzubringen.
00:37:26: genug Ruhephasen?
00:37:27: Ich meine das kennen wahrscheinlich wir alle.
00:37:31: Du bist Unternehmer.
00:37:33: Man weiß gar nicht wo hört man da mal auf und gönnt sich mal wirklich auch regelmäßig die Auszeit und die bringt ja wieder Kraft, Inspiration.
00:37:40: Und da kommt eine neue Idee und du sagst, ach ich könnte das doch auch mal so angehen.
00:37:45: Man hat Bock auf einen neuen Podcast oder so.
00:37:46: ne?
00:37:49: Also von daher privat.
00:37:51: also darf alles so bleiben gerade und diese Balance mit dem Beruf zu finden die zwischen Leben und der Leidenschaft weißte grade da ist es ja einfach sich zu verlieren und dann jede Nacht noch am Rechner zu hocken und noch eine Bewerbung rauszuschicken für ein Gig oder so.
00:38:07: Ja also da Balance ist das große Stichwort.
00:38:10: Ja, wunderschönes Schlusswort.
00:38:12: Ich danke euch für das tolle Gespräch.
00:38:14: Hat mir sehr viel Freude gemacht.
00:38:16: Wünsche euch alles Gute!
00:38:17: Das ist alles was ihr euch so selber wünscht auch in der Fündung geht und heute natürlich ein tolles Konzert.
00:38:21: Vielen
00:38:22: Dank für
00:38:22: die Einladung.
00:38:23: Danke dass wir da sein durften.
00:38:24: Es hat
00:38:24: Spaß gemacht mit dir.
00:38:25: Sehr furchtbar.
00:38:26: Danke schön.
00:38:34: Dieses Gespräch war ähnlich toll wie das darauf folgende Konzern.
00:38:39: Vielen dank Heike und Franz für das klasse Gespräch Die offenen Worte und interessanten Einblicke hinter die Kulissen.
00:38:47: Auch Musiker sind tolle Menschen.
00:38:50: Ich wünsche Euch für Eure Projekte und das Private
00:38:52: nur das
00:38:53: Beste!
00:38:54: Hat Euch der Podcast gefallen?
00:38:57: Dann erzählt doch davon, teilt Like, kommentiert, empfehlt und macht was Euch sonst noch so einfällt.
00:39:03: Hoffentlich
00:39:04: bis zur nächsten Folge.
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